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Oster-Gottesdienst in Tafelsig

Geschrieben am 27.03.2016

Der Anblick ist ein Kontrast, für die Jugendlichen aus Mitteldeutschland. Auf dem Weg zum Gottesdienst fährt der Bus durch ein Township, ein Wohnviertel, in dem die Ärmsten Leben. Minutenlang kleine, flache Häuschen rechts und links der Straßen, dann ragt inmitten dieser Landschaft ein riesiges Gebäude heraus, das von weitem wie eine Burg aussieht. Aber nur kurz, beim Näherkommen entdeckt man schnell das bekannte Emblem mit dem Kreuz, den Wellen und den Sonnenstrahlen. Überlebensgroß prangt es an der Vorderseite der Kirche in Tafelsig, der größten der Neuapostolischen Kirche. Für die Geschwister in Kapstadt steht der Ostergottesdienst mit Apostel Allister Kriel an. Und die Jugendlichen aus Deutschland sind die Ehrengäste.
Einer von ihnen steht an diesem Tag besonders im Fokus: Reiseleiter Thomas Sperling, der den Gottesdienst vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

Das Bibelwort stammte aus Kolosser 1, 27: “Denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.”
Die Botschaft des Gottesdienstes brachte Apostel Kriel ganz einfach auf den Punkt: Jesus ist gestorben, aber er lebt in uns. “Es ist doch schön, wenn man das von sich sagen kann”, sagte der Apostel und erklärte, woran man merkt dass Christus in einem lebt. “Er hat uns Geduld, Demut und liebe gelehrt. Wenn diese Werte unserern Lebenswandel bestimmen, dann hat sich das erfüllt.” Dazu sei es aber notwendig, dass man sein Leben ändere. “Vielleicht war ich einmal ein Mensch, der nicht vergeben konnte. Vielleicht war ich einmal ein Mensch, der nicht lieben konnte. Aber wir haben mit dem Heiligen Geist eine Kraftquelle, die uns helfen kann, das zu ändern.”
Nach der Predigt des Apostel wechselte er den Platz und Evangelist Thomas Sperling. In seinem Predigtbeitrag schwämrte er vom warmen und herzlichen Empfang durch die Südafriker. Außerdem sei das Motto der Reise, “Two Nations, one Faith” (zwei Länder, ein Glaube) besonders präsent: “Wir mögen aus zwei verschiedenen Ländern kommen, aber wir beten einen Gott an. Wir spüren alle seine Liebe und die Kraft des Heiligen Geistes.”
Manches ungewohnt beschwingte Lieder aus dem südafrikanischen Gesangbuch und die englischen Texte sorgten unter den Jugendlichen aus Mitteldeutschland für manche Herausforderungen. Auch der Abendmahlsumlauf brauchte es kleine Hilfestellungen. Denn dieser erfolgte an mehreren Orten im Saal verteilt. Kein Wunder, schließlich waren es 1200 Menschen, die das Heilige Abendmahl empfingen. “Wenn unserer priesterlichen Ämter alle da sind, dann passen sie nicht in die Sakristei”, sagt einer der Gemeindeevangelisten bei der anschließenden Besichtigung der Kirche. Denn die Ausmaße der Gemeinde sind gigantisch. 4000 Geschwister, 9 Evangelisten, 44 Priester, 170 Diakone und 60 Opferkästen. Es ist die größte, aber nicht die einzige Kirche in der Region. In Kapstadt gibt es 400 Gemeinden, zwei Gotteshäuser kann man vom Balkon der Kirche in Tafelsig sehen.
Nach dem Gottesdienst sang der Jugendchor unter großem Applaus die Lieder “Our Father” und “Das ist ein köstlich Ding”. Und dann folgte das große Finale. Nach einem Gruppenbild, für das sich alle versammelt hatten, wurde gemeinsam das Lied “Der Herr ist mein Licht” gesungen. Gänsehautstimmung …

Kommentare

Thomas | am 27. März 2016 um 16:41 Uhr

Einfach toll, ich freue mich von genzem herzen für euch. Frohe Ostern Christus lebt

Sylvia | am 27. März 2016 um 21:36 Uhr

Ich freue mich riesig mit euch und wünsche weitere gesegnete Tage, viel Freude und einen erlebnisreichen Verlauf. Jesus lebt…..diese Lebendigkeit möge euch begleiten.
Liebe Grüße

Frank | am 27. März 2016 um 22:21 Uhr

Ich wünsche euch schöne und prägende Tage und Begegnungen mit unseren Geschwistern in Kapstadt.

Heike | am 27. März 2016 um 23:18 Uhr

Ich bin sehr beeindruckt, weiterhin wünsche ich viel Freude und Segen. Freue mich schon auf die nächsten Ereignisse.

Christian Köhler | am 28. März 2016 um 00:52 Uhr

Unvergessliche Momente kann ich mir vorstellen. Saugt sie auf und gebt sie wieder zu Hause

Marcel Mönchmeier | am 28. März 2016 um 08:26 Uhr

Ich wünsche Euch schöne Tage und kommt gesund wieder.

Ulrike G. | am 28. März 2016 um 17:36 Uhr

Einfach nur schön zu sehen und zu hören. Ich bin sehr beeindruckt.
Ich wünsche euch eine tolle Zeit .

Jörg | am 29. März 2016 um 09:47 Uhr

Ich wünsche Euch weiterhin unvergessliche Erlebnisse und freue mich davon zu lesen!!

Tobias & Antje Kuster | am 29. März 2016 um 21:30 Uhr

Wir genießen die Berichte und wünschen Euch gaaanz viel Freude und unvergeßlich schöne Momente. Saugt alles auf wie ein Schwamm, wir freuen uns auf die Berichterstattung zuhause.
Lasst es ordentlich krachen….

GLG aus Magdeburg

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